Führungsfallen

Es gibt unendlich viele Arten, eine gute Führungskraft zu sein. Dagegen gibt es eine überschaubare Anzahl Führungsfallen. Die Neuauflage des Führungsfallen-Quartetts zeigt die häufigsten 9 Fallen. Gute Führungskräfte führen authentisch – und vermeiden die wichtigsten Führungsfallen.

Das Führungsfallenquartett ist eine spielerische Variante, die Führungsfallen kennenzulernen. Geeignet für Führungskräfte und alle, die es werden wollen. Für Spielregeln und Varianten weiter runter scrollen.

Das Führungsfallenquartett basiert auf einem Artikel von Stefan Heer im Handbuch Angewandte Psychologie für Führungskräfte (Springer, 2019). Hier eine visuelle Einführung in das Quartett:

Alexandre befragt Stefan zum Führungsfallen-Quartett

Die Spielregeln

9 Führungsfallen sind durch je vier Karten beschrieben: Titel, Symptom, Hintergrund und Gegenmittel. Ziel des Spiels ist es, möglichst viele komplette Quartetts zu sammeln. Dies geschieht über drei Runden. In Runde 1 werden Symptomkarten den Titeln zugeordnet. In Runde 2 die Hintergründe zugeordnet und in Runde 3 schliesslich die Gegenmittel. Um zu gewinnen, muss man die Karten richtig zuordnen.

Das Spiel eignet sich für 2-4 Personen. Bei 2 oder 4 Personen, ist eine komplette Führungsfalle zu entfernen, damit alle Personen gleich viele Karten erhalten.

Vorbereitung:

  • Bei 2 oder 4 Personen eine komplette Führungsfalle zu entfernen, damit alle Personen gleich viele Karten erhalten.
  • Vier Stapel bilden: Je einen mit Titel, Symptom, Hintergrund und Gegenmittel. Mit den Texten nach oben bereitlegen.
  • Die Titelkarten in der Mitte des Spieltisches aufreihen.
  • Die Symptomkarten verteilen: Text nach oben auf einem Stapel, sodass nur die oberste Karte sichtbar ist. Die Karten nicht umdrehen.

Spielrunden

In drei Runden geht es nun darum, die Karte, die vor einem liegt durchzulesen und der passenden Führungsfalle zuzuordnen. Stimmt die Zuordnung, kriegt man alle Karten dieser Falle, stimmt sie nicht, muss man die jeweilige Spielkarte der Person zur Rechten weitergeben.

Spiel Runde 1: Symptome

  • Das Symptom auf der obersten Karte durchlesen. Alle Personen tun dies gleichzeitig für sich.
  • Die Symptomkarte zur passenden Titelkarte in der Spieltischmitte legen – alle gleichzeitig.
  • Auf Kommando drehen alle ihre Symptomkarte um, um Zuordnung zu überprüfen.

Stimmt die Zuordnung, dann passt die Illustration auf der Rückseite überein. Im dargestellten Beispiel gehört die Karte Rechts zur Sündenbock-Falle. Die Karte links gehört zur… zu einer anderen Falle.

Bei Übereinstimmung nimmt man Titel- und Symptomkarte zu sich und legt sie vor sich aus.

Stimmen die Karten nicht überein, kriegt die Person zur Rechten die Symptomkarte und legt sie zuunterst in ihren Stapel. Die Titelkarte bleibt in der Spieltischmitte.

Diesen Ablauf wiederholen, bis alle Symptomkarten richtig zugeteilt sind.

Spiel Runde 2: Hintergründe

  • Alle Hintergrundkarten in gleicher Art verteilen.
  • Die Titel- und Symptomkarten befinden sich nun verteilt vor den Spielenden.
  • Analog zu Runde 1 legt man nun die oberste Hintergrundkarte seines Stapels neben die Titel- und Symptomkarte, welche man für passend hält.
  • Auf Kommando wird die Hintergrundkarte gedreht, die Zuordnung zu überprüfen.
    • Bei Übereinstimmung nimmt man alle drei Karten (Titel, Symptom, Hintergrund) zu sich und legt sie vor sich aus.
    • Stimmen die Karten nicht überein, kriegt die Person zur Rechten die Hintergrundkarte und legt sie zuunterst in ihren Stapel. Titel und Hintergrundkarte bleiben wo sie sind.

Spiel Runde 3: Gegenmittel

  • Alle Gegenmittelkarten werden in gleicher Art verteilt
  • Die Runde läuft analog zur Spiel Runde 3.

Gewonnen hat, wer am Ende von Runde 3 am meisten komplette Quartetts hat.

Und wirklich gewonnen hat, wer als Führungskraft diese Führungsfallen kennt und vermeidet.

Weitere Spielvarianten

„Patience-Stil“: Das Quartett kann alleine gespielt werden, analog wie oben beschrieben. Falls eine Zuordnung nicht passt, kommt die Karte einfach wieder zuunterst in den eigenen Stapel. Gewinnen tut auch hier, wer die eigenen Führungsfallen (er-)kennt und vermeidet.

„Wer bin ich-Stil“: Es ist sehr lehrreich, die Varianten zu spielen. Das Führungskrafttraining bietet einen professionellen Rahmen dazu.

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